Reiseapotheke für Babys: Checkliste für den Urlaub

Endlich Urlaub und zum ersten Mal kommt Ihr kleiner Goldschatz mit. Für entspannte Tage am Strand oder in den Bergen darf eine gut gefüllte Reiseapotheke für das Baby keinesfalls fehlen. Doch was sollten Sie unbedingt einpacken und wie reagiert man am besten bei Notfällen im Urlaub? Wir haben mit Ass. Arzt Dr. Oliver Stelzig befragt und eine praktische Checkliste mit den wichtigsten Must-haves vorbereitet.

Baby Reiseapotheke Titelbild

Reisen mit Babys

Mit einem Baby wird der Familienalltag komplett auf den Kopf gestellt. Von alten Routinen wie dem gewohnten Schlafrhythmus oder der einfachen Urlaubsplanung kann man sich vorerst verabschieden. Aber das ist alles halb so schlimm, wenn man weiß, wie man sich auf die neuen Zeiten vorbereiten kann. Bestes Beispiel: Reisen mit Babys. Denn mit einer gut sortierten Apotheke geht es gleich viel unbesorgter ab in den Urlaub.

Auch wenn es mittlerweile fast überall auf der Welt gut bestückte Apotheken gibt, wissen erprobte Eltern: Schmerzen, Fieberschübe und kleine Verletzungen kommen schnell, überraschend und meistens völlig ungelegen – zum Beispiel in der Nacht oder am Wochenende. Deswegen empfehlen wir: Vorsicht ist besser als Nachsicht und genau dabei hilft eine gut durchdachte praktische Reiseapotheke mit den wichtigsten Inhalten für Ihr Baby.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Packprinzip: Nehmen Sie alles mit, was Sie daheim regelmäßig fürs Baby brauchen (mind. 3 Tage); Entwicklungsphase berücksichtigen (Koliken, Zahnen etc.).

  • 7 Basics: Fieberthermometer; Schmerz-/Fiebermittel (Zäpfchen); Nasentropfen/Kochsalz; Wund-/Heilsalbe; sanfte Augentropfen; Baby-Sonnencreme LSF 50; altersgerechter Insektenschutz.

  • Erste Hilfe: Desinfektionsspray (z. B. octenisept®); Pflaster/sterile Kompressen; Gel zur Wundheilung/Kühlung; Pinzette/Zeckenkarte; Kühlpads.

  • Packtipps: Verfallsdaten prüfen; Mini-Set griffbereit; bei Flug Nasentropfen ins Handgepäck, Tropfen/Sprays in Zip-Beutel; Impfpass mitnehmen; Medikamente kühl, trocken, kindersicher lagern.

  • Notfallnummern: AT: 144 (Rettung), 141 (Ärztefunkdienst), 01 406 43 43 (Vergiftungszentrale). EU: 112. Auslandshilfe: +43 1 90115 4411. Nummern von Botschaft/Konsulat speichern.

Vorbereitung für den ersten Urlaub

Stellen Sie sich vor dem Packen am besten diese einfache Frage: Welche Medikamente oder heilenden Helferleins haben Sie für Ihr Baby immer zu Hause? Genau diese Produkte sollten Sie in kleineren Mengen – zumindest für drei Tage – in die Reiseapotheke packen. Natürlich kann man keinen vollständigen Erste-Hilfe-Kasten zum Strand mitnehmen. Umso wichtiger ist eine kluge Erste-Hilfe-Auswahl, die dafür bei wirklich jedem Ausflug in den Rucksack wandert.

Große Hilfe bei kleinen Wunden

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie alles zur Wundversorgung Ihres Babys zu Hause haben? Dann lesen Sie am besten hier nach, was Sie in Ihrer Hausapotheke unbedingt lagern sollten: Wunden bei Babys richtig versorgen.

Mittel und Medikamente für typische Babybeschwerden

Dr. Oliver Stelzig weiß ganz genau, viele Säuglinge leiden gerade in ihren ersten Lebenswochen unter unangenehmen Koliken. Sanfte Worte und Massagen sind als Erste Hilfe gegen den quälenden Schmerz gut und wichtig. Doch wenn es richtig schlimm drückt, braucht es manchmal noch ein bisschen mehr. Ähnlich ist es bei den ersten Beißerchen, die sich schmerzhaft durch das Zahnfleisch bohren. Liebevolle Streicheleinheiten und ein beruhigendes Wiegen spenden zwar wichtigen Trost, reichen aber manchmal nicht aus. Bereiten Sie sich daher auf schmerzhafte Entwicklungsschübe mit wärmendem Kirschkernkissen, Tropfen gegen Blähungen und kühlendem Zahnungsgel vor.

Denn Tatsache ist: Jeder Mensch ist anders. Warum sollte es bei Ihrem Baby anders sein? Stellen Sie sich also vor Ihrer Abreise die Frage: In welcher Entwicklungsstufe befindet sich Ihr kleiner Liebling aktuell?

Entdeckt Ihr Baby die Welt im Krabbeln oder zieht es sich stolz an Ihren Händen hoch? Will es alles anfassen oder lieber in den Mund nehmen? Erwarten Sie schon bald die nächsten Zähne oder freuen Sie sich schon auf die ersten Schritte? Denn abhängig von diesen Antworten werden bestimmte Entwicklungen von typischen Wehwehchen begleitet. Angepasst auf diese individuellen Bedürfnisse Ihres Babys können Sie sich noch besser auf Ihre große Reise mit Ihrem kleinen Entdecker vorbereiten.

Checkliste für den Urlaub: 7 Basics für die Baby-Apotheke

Neben den individuellen Mitteln und Medikamenten gibt es auch einige Essentials, die in jeder Reiseapotheke für Babys enthalten sein sollten. Achten Sie daher bei Ihrer Vorbereitung, dass die folgenden Produkte in jedem Fall mit dabei sind:

  1. Fieberthermometer (ggf. für rektale Messung): Fieber und Erkältungen können immer auftreten. Es ist allerdings wichtig, eine erhöhte Temperatur exakt zu erkennen. Nur so können Sie Ihrem Baby mit den richtigen Maßnahmen optimal zur Seite stehen.
  2. Schmerz- bzw. fiebersenkende Mittel: Zäpfchen, die Schmerzen lindern und Fieber senken, gehören in jeder Baby-Reiseapotheke zur Grundausstattung.
  3. Nasentropfen bzw. Kochsalzlösung: Säuglinge können im Gegensatz zu Erwachsenen gleichzeitig schlucken und atmen. Auf diese Weise können sie leichter trinken. Wenn sie eine verstopfte Nase haben, ist das allerdings nicht mehr möglich.
  4. Wund- und Heilsalben: Im Windelbereich kommt es bei Babys oft zu Ausschlägen, die mit entsprechenden Cremen besser heilen können.
  5. Augentropfen: Augenentzündungen müssen nicht immer gleich antibiotisch behandelt werden. Bei den ersten Anzeichen einer Entzündung kann auch eine frühe Behandlung mit sanften Augentropfen einen unangenehmen Verlauf verhindern.
  6. Sonnencreme für Babys: Schützen Sie die sensible Babyhaut vor direkter und indirekter Sonneneinstrahlung. Dabei sollten Sie nicht nur auf Schattenplätze und Kopfbedeckung achten. Schützende Sonnencreme mit LSF50 speziell für Babys ist im Sommer ein Muss.
  7. Insektenschutz: Juckende Mückenstiche können ganz schön lästig sein. Mit altersgerechtem Insektenschutz können Sie diese verhindern. Achtung: Lassen Sie sich hierfür in Ihrer Apotheke beraten bzw. lesen Sie gründlich die Packungsbeilage. Viele Produkte zum Schutz vor Insekten sind für Babys und Kleinkinder nicht geeignet!

Erste Hilfe für Babys: Must-haves für die Reiseapotheke

Zur Versorgung von kleinen Verletzungen sollten Sie darüber hinaus folgende Dinge stets griffbereit in Ihrer Reiseapotheke bei sich tragen.

Reiseapotheke für Babys:

Verletzung Was hilft? Erste Hilfe im Notfall.
Schürf-, Kratz-, oder Schnittverletzungen octenisept® Spray zur schmerzfreien, keimtötenden Desinfektion auftragen. Nach der Desinfektion Wunde mit einem Pflaster abdecken. Unbedingt verschiedene Pflastergrößen sowie wasserdichte Pflaster einpacken.
Größere Wunden Mit sterilen Kompressen zum Schutz vor Verschmutzung abdecken.
Schürf-, Kratz-, oder Schnittverletzungen, leichte Verbrennungen (z.B. Sonnenbrand) und zur Kühlung juckender Insektenstiche octenisept® Gel beschleunigt die Wundheilung und schützt vor Infektionen.
Splitter oder Zecken Mit Pinzette entfernen und de betroffene Stelle danach mit octenisept® Spray desinfizieren.
Schmerzen bei Prellungen oder Insektenstichen Kühlpads auflegen.

Produktempfehlung: octenisept® – sanfte Wunddesinfektion für Babys

Darf in keiner Reiseapotheke für Babys fehlen: octenisept® Spray ist für Babys bestens geeignet, farblos und schmerzfrei. Es enthält Octenidin, das Keime wie Bakterien und Pilze unmittelbar eliminiert, ohne zu brennen.

octenisept® Spray

Wund- und Schleimhautantiseptikum

Notfallnummern in Österreich und im Ausland

Ein böser Sturz oder langanhaltendes Fieber bei Ihrem Baby können Ihren Traumurlaub schnell zu einem Albtraum machen. Auch hier gilt wieder: Bereiten Sie sich auf alle Fälle vor und gehen Sie auf Nummer sicher. Mit den wichtigsten Notfallnummern, die Ihnen im Fall des Falles mit Auskunft zur Seite stehen.

Notfallnummern in Österreich:

  • Neben der Rettung (144) können Sie in Österreich auch den Ärztefunkdienst (141)
  • Bei Vergiftungsverdacht rufen Sie umgehend in der Vergiftungszentrale (01 406 43 43)

Notfallnummern im Ausland:

  • Die Europäische Notrufnummer (112) gilt in allen EU-Staaten. Unter der kostenlosen Notrufnummer erhalten Sie sofortige Hilfe bei Unfall oder Krankheit. Unter 112 erreichen Sie Rettungsdienste, Krankenhäuser und andere Notfalldienste.
  • In dringenden Fällen können Sie auch den Bereitschaftsdienst des Außenministeriums (+43 1 90115 4411) kontaktieren, der rund um die Uhr besetzt ist und in Notsituationen im Ausland weiterhilft.
  • Speichern Sie auch die Telefonnummer der österreichischen Vertretung (Botschaft und Konsulat) des jeweiligen Landes ab, in das Sie reisen wollen.

Richtig packen: Praktische Tipps vor der Abreise

  • Überprüfen Sie das Verfallsdatum aller Medikamente und kaufen Sie gegebenenfalls wichtige Produkte nach.
  • Ein Mini-Set für kleine Verletzungen (Pflaster und octenisept® Spray) sollten Sie – egal, wie groß Ihre eigentliche Reiseapotheke ist – stets griffbereit in Ihrer Nähe haben.
  • Packen Sie bei Flugreisen Nasentropfen in Ihr Handgepäck, um verkühlte Babys vor einer schmerzhaften Landung zu bewahren.
  • Tropfen und Sprays bewahren Sie am besten in wiederverschließbaren Plastikbeuteln Allen voran bei Flugreisen!
  • Notieren Sie relevante Notfallnummern.
  • Impfpass mitnehmen!
  • Verstauen Sie Medikamente nach Ihrer Ankunft kühl, trocken und außerhalb der Reichweite Ihres Kindes.

Mit diesen Checklisten und Tipps vor der Abreise und nach der Ankunft heißt es jetzt nur mehr: Durchatmen und entspannen. Damit Sie und Ihre gesamte Familie sorgenfrei den Urlaub genießen können!

Dr. Christoph Klaus

Dr. Christoph Klaus verantwortet als gewerberechtlicher Geschäftsführer die Bereiche Marketing & Scientific Affairs bei Schülke & Mayr GmbH in Österreich. Als promovierter Genetiker mit dem Schwerpunkt Immunologie war er während und nach dem Studium bei der Fa. Baxter sowie an der Medizinischen Universität Wien (Transplantationschirurgie) beschäftigt. Seit 2011 befasst sich Dr. Klaus bei Schülke & Mayr mit wissenschaftlichen Themen aus dem Gebiet der Infektionskontrolle im internationalen Umfeld und damit seit fast zehn Jahren mit der Prävention von Infektionen in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten.

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