Dieser Artikel erklärt, wie Sie eine Zecke bei Ihrem Kind sicher und schnell entfernen – wissenschaftlich fundiert und verständlich erklärt. So behalten Sie in stressigen Momenten die Ruhe.
Ein Ausflug in den Wald, ein Nachmittag im Garten und plötzlich sitzt eine Zecke im Nacken, hinter dem Ohr oder in der Kniekehle des Kindes. Oder noch schlimmer: an Stellen, an denen sie zunächst gar nicht entdeckt werden. Für viele Eltern ist das ein Schock. Dabei kommt es in solchen Momenten darauf an, bedacht und bewusst zu handeln. Denn je schneller und effizienter eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern.
WICHTIG: Keinesfalls die Zecke wegkletzeln, reiben oder reißen. Auch bitte keine Hausmittel wie Öl oder Seife verwenden.
Also: was tun, wenn man noch nie eine Zecke entfernt hat? Welche Fehler sind gefährlich? Und wie wird die Wunde danach richtig versorgt?
In vielen Fällen verursacht ein Zeckenbiss keine unmittelbaren Beschwerden. Trotzdem sollten Eltern die Einstichstelle und das Allgemeinbefinden des Kindes in den folgenden Wochen aufmerksam beobachten. Folgende Zeichen können auf eine Infektion hinweisen:
WICHTIG: Bei Auftreten eines oder mehrerer dieser Symptome oder bei Unsicherheit nach einem Zeckenbiss, holen Sie bitte unverzüglich medizinischen Rat ein.
Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Borrelien verursacht wird. Sie kann mit Antibiotika behandelt werden, wenn sie früh erkannt wird. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine durch Viren verursachte Hirnhautentzündung. Beide Krankheiten werden durch Zecken übertragen. Gegen FSME gibt es eine Schutzimpfung, gegen Borreliose nicht. Ob ein Kind gegen FSME geimpft sein sollte, hängt vom Wohngebiet und der Risikoeinschätzung des Kinderarztes ab.
Zecken lauern in Gräsern, Büschen und am Waldrand – also genau dort, wo Kinder spielen, toben und die Welt entdecken. Hinzu kommt:
Fehlt eine rechtzeitige Kontrolle des Körpers nach Aufenthalten im Freien, kann eine Zecke stundenlang unentdeckt saugen.
Die Wahrscheinlichkeit einer Krankheitsübertragung durch eine Zecke lässt sich in verhaltensbedingte und situative Faktoren unterteilen:
Je länger eine (infizierte) Zecke saugt, desto höher das Übertragungsrisiko. Borreliose-Bakterien werden nach wenigen Stunden übertragen, FSME-Viren aber meist sofort beim Stich.
Öl, Klebstoff, Nagellack oder das Quetschen des Zeckenkörpers können dazu führen, dass die Zecke ihren Speichel oder Darminhalt in die Wunde abgibt.
Nach dem Entfernen bleibt eine kleine Wunde zurück. Ohne Desinfektion können auch andere Bakterien aus der Umgebung eindringen und eine Entzündung verursachen.
| Fehler | Warum gefährlich |
| Zecke mit Öl oder Creme bedecken | Zecke gibt Speichel in die Wunde ab, Infektionsrisiko steigt |
| Zecke quetschen oder drehen | Zeckenkörper kann platzen und Erreger freisetzen |
| Wunde nicht desinfizieren | Bakterielle Sekundärinfektion möglich |
| Zu langes Warten mit dem Entfernen | Je länger die Zecke saugt, desto höher das Übertragungsrisiko |
| Zeckenkopf in der Haut belassen | Entzündung und Granulom möglich, ärztliche Entfernung nötig |
| Symptome nicht beobachten | Borreliose kann unbehandelt chronisch werden |
Das Wichtigste ist ruhiges, gezieltes Handeln. So gehen Sie vor:
Was Sie brauchen: Zeckenzange oder feine Pinzette, Desinfektionsmittel (z. B. octenisept® Spray), sterile Wundauflage.
Nach dem Entfernen der Zecke ist eine gründliche Wunddesinfektion entscheidend, um das Risiko einer Sekundärinfektion zu minimieren. Kinder haben empfindliche Haut – daher ist die Wahl des richtigen Mittels besonders wichtig.
„Bei einem Zeckenbiss zählen zwei Dinge: Erstens muss die Zecke so rasch wie möglich und richtig entfernt werden. Zweitens sollte die Wunde unmittelbar danach sorgfältig desinfiziert werden – gerade bei Kindern, deren Immunsystem oft noch nicht vollständig ausgereift ist. Ein gut verträgliches Antiseptikum mit dem Wirkstoff Octenidin ist hier ideal, weil es wirksam und gleichzeitig auch für Kinder geeignet ist.“
Dr. Christoph Klaus, Scientific Affairs, Schülke & Mayr GmbH
Ein kurzes Brennen nach dem Auftragen eines Antiseptikums kann normal sein und zeigt, dass die Haut an der Einstichstelle bereits gereizt ist. Alkoholhaltige Produkte brennen in diesem Fall stärker. Für Kinder sind daher alkoholfreie, farblose Antiseptika besonders geeignet.
Die sicherste Methode ist, Zeckenbisse von vornherein zu vermeiden. Mit diesen Maßnahmen schützen Sie Ihr Kind:
| Maßnahme | Beschreibung |
| Kleidung | Lange Hosen, geschlossene Schuhe und ein Shirt mit langen Ärmeln tragen. Helle Kleidung erleichtert das Entdecken von Zecken. |
| Insektenschutz | Repellentien auf Haut und Kleidung auftragen. Produkte für Kinder wählen und Herstellerangaben beachten. |
| Körperkontrolle | Nach jedem Aufenthalt im Freien das Kind gründlich absuchen: Kniekehlen, Achseln, Nacken, Ohren, Haare und Leistengegend. |
| Wäsche und Dusche | Kleidung nach dem Heimkommen wechseln. Kind duschen lassen. |
| FSME-Impfung | In Risikogebieten empfiehlt die STIKO die FSME-Impfung ab dem 1. Lebensjahr. Mit dem Kinderarzt besprechen. |
| Garten | Rasenflächen kurz halten und Laubhaufen vermeiden – beides sind bevorzugte Aufenthaltsorte von Zecken. |
Für die Desinfektion der Einstichstelle eignet sich Ein Wundantiseptikum mit dem Wirkstoff Octenidin. Dieses ist breit wirksam gegen Bakterien, Viren und Pilze, gleichzeitig gut hautverträglich und auch für Kinder geeignet.
ZUM PRODUKT: octenisept® Spray
Octenidin wirkt schon in geringen Konzentrationen zuverlässig gegen ein breites Spektrum an Erregern. Anders als Alkohol brennt es kaum – ein entscheidender Vorteil, wenn Kinder versorgt werden müssen, die in dem Fall oft wenig Geduld aufbringen.
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder fragen Sie in Ihrer Apotheke.
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