Drückt der Schuh oder schmerzt jeder Handgriff? Ein eingerissener Nagel ist nicht nur lästig und unschön, sondern kann bei einer Entzündung auch zu Schmerzen führen. Doch wie kommt es überhaupt dazu, und wie behandelt man einen eingerissenen Nagel, der auf einmal richtig schmerzt und rot wird?
Eine auffällige Rötung, ein dicker Finger oder ein pochender Schmerz rund um den Finger- oder Zehennagel: Eine scheinbar harmlose Verletzung des Nagels ist nicht nur lästig, sondern kann sich auch zu einer schmerzhaften Nagelbettentzündung (Paronychie) entwickeln.
Bei einer Paronychie oder Nagelbettentzündung entzündet sich das Gewebe rund um den Nagel. Dafür reicht manchmal bereits eine kleine Verletzung aus, wie zum Beispiel ein eingerissener Nagel. Über diese Eintrittspforte können Bakterien – in seltenen Fällen auch Pilze – eindringen und so Entzündungen im Nagelfalz, Nagelwall oder Nagelbett verursachen.
Hierbei unterscheidet man zwischen einer akuten und einer chronischen Entzündung. Akute Entzündungen entwickeln sich innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen und sind typischerweise mit Rötung, Schwellung, Schmerz, Wärme und manchmal Eiterbildung verbunden. Menschen, die oft feuchte Hände haben oder ständig mit Reinigungsmitteln und anderen Reizstoffen in Kontakt sind, leiden häufiger unter chronischen Entzündungen, die sich über Wochen und Monate hinziehen können. Entstehen diese Symptome berufsbedingt (und unabhängig von einem eingerissenen Fingernagel) ist das unbedingt mit einem Arzt abzuklären, da dies eventuell als berufsbedingte Erkrankung anerkannt werden kann.
Ein eingerissener Nagel ist zunächst nur eine kleine Verletzung von Nagel oder Nagelhaut. Daraus kann sich eine Nagelbettentzündung (Paronychie) entwickeln, die mit Rötung, Schwellung, Schmerz und eventuell Eiter einhergeht.
Eine kleine Unachtsamkeit reicht aus, und schon bleibt man mit dem Nagel zum Beispiel an einem Pulli oder an einer Socke hängen. Oder noch unangenehmer – und leider ein Klassiker unter den lästigsten Alltagsverletzungen: Man bleibt mit der Zehe am Stuhlbein hängen oder stößt sich am Kasten. Allein bei der Vorstellung stellt es einem die Nägel auf – und wenn’s ganz blöd kommt, leider auch im wörtlichen Sinne.
Manchmal ist es aber auch der Nagel selbst, der nicht mehr so viel aushält. Brüchige, schwache Nägel sind daher oft die eigentliche Ursache für schnelle Verletzungen.
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Ein eingerissener Nagel kein schöner Anblick. Wenn sich dieser obendrein auch noch entzündet, kann es richtig unangenehm werden. Entzündungen entstehen, wenn der Nagel einreißt und eine kleine Wunde in der Nagelhaut oder am Nagelrand hinterlässt. Diese scheinbar kleine Verletzung kann zu einer Eintrittspforte für Bakterien werden und damit der Beginn einer Entzündung sein.
Neben brüchigen Nägeln oder Alltagsverletzungen durch Anstoßen oder Hängenbleiben können auch zu kurz geschnittene Nägel, eine unsachgemäße Maniküre, Nägelkauen oder ein eingewachsener Nagel zu schmerzhaften Entzündungen führen.
Wenn der Nagel einmal verletzt ist, helfen einfache Maßnahmen, um einer Entzündung vorzubeugen. Behutsame Pflege, vorsichtige Desinfektion und ein Pflaster zum Schutz vor Keimen können dabei unterstützen. Vorbeugende Maßnahmen:
Wenn eines der bereits genannten Symptome auftritt – von Rötungen bis hin zu pochenden Schmerzen –, ist rasches Handeln angesagt. Am besten folgen Sie in diesem Fall diesen einfachen Erste-Hilfe-Maßnahmen:
Bei folgenden Symptomen sollten Sie besser einen Arzt konsultieren:
Kommt es zu einer leichten Verletzung des Nagels und in weiterer Folge auch des Nagelbetts, ist eine Behandlung mit einer Kombination aus einem geeigneten Desinfektionsmittel (zum Beispiel octenisept®) und einem Wundgel (z.B. octenisept Gel®) oder alternativ auch einer Creme (z.B octenisept protect&repair cream) oftmals ausreichend. Ist keine merkbare Verbesserung erkennbar, können auch antibiotische Salben ärztlich verschrieben werden.
Die Heilungsdauer hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie zum Beispiel Schweregrad der Entzündung, Schonung der betroffenen Stelle und allgemeinem Gesundheitszustand.
In der Regel zeigen leichte Entzündungen oft nach einigen Tagen eine deutliche Besserung. Ausgeprägte, eitrige Entzündungen können einen ein- bis zweiwöchigen Heilungsprozess benötigen; in Einzelfällen und bei Vorerkrankungen kann es auch länger dauern.
Hinweis: Bei Unsicherheiten, ob der Heilungsverlauf „normal“ ist, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren.
In der Regel verlaufen solche Entzündungen harmlos und heilen bei rechtzeitiger Behandlung schnell ab. Bei Unsicherheiten, starken Schmerzen oder einem ungewöhnlichen Verlauf sollten Sie im Zweifelsfall einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.
Sollte sich eine leichte Entzündung nach wenigen Tagen nicht deutlich verbessern oder sich sogar verschlechtern, oder treten Fieber oder andere Beschwerden auf, sollten Sie zur Sicherheit einen Arzt konsultieren.
In der Regel sollte ein leicht entzündeter Nagel bei sorgfältiger Behandlung bereits nach wenigen Tagen Anzeichen einer Besserung zeigen. Das bedeutet, dass klar erkennbar sein sollte, dass die Entzündung zurückgeht; die vollständige Heilung kann etwa fünf bis zehn Tage dauern, in schwereren Fällen auch länger. Bei ständiger und (vermuteter) berufsbedingter Exposition sollte auch ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden.
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