Verletzungen und Wunden, die in Erinnerung bleiben: Narben sind zwar ein natürlicher Teil der Wundheilung, doch ihr Erscheinungsbild kann von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden. Wie kommt es zu Narben, welche Arten gibt es und wie können Sie Wunden vorsorglich behandeln, um ein möglichst schönes Narbenbild zu erzielen?
Das Leben hinterlässt seine Spuren. So erzählt auch unser Körper unterschiedlichste Geschichten – von einschneidenden Erlebnissen, vom Hinfallen und Wiederaufstehen oder von unvergesslichen Momenten wie etwa der Geburt eines Kindes.
Bei jeder Form der Hautverletzung können Narben entstehen, doch nicht alle bleiben sichtbar. Manchmal bilden sich neue, scheinbar makellose Hautschichten, die keine vorangegangene Verletzung vermuten lassen. In anderen Fällen erinnern uns Narben ein Leben lang an das Erlebte. Ob es zu einer bleibenden, deutlich sichtbaren Narbenbildung kommt, kann verschiedene Ursachen haben.
Schon die kleinste Unachtsamkeit kann bleibende Spuren hinterlassen. Doch wie kommt es eigentlich zur Narbenbildung? Wird die Haut bei einer Verletzung tiefer als nur in der obersten Schicht beschädigt, repariert der Körper die Wunde, indem er das verletzte Gewebe durch neues, faserreiches Bindegewebe ersetzt. Dieses ist im Vergleich zur ursprünglichen Haut weniger elastisch und unterscheidet sich auch optisch von der umliegenden Haut.
Das endgültige Erscheinungsbild einer Narbe – von kaum sichtbar bis deutlich ausgeprägt – hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind unter anderem:
Größe und Art der Verletzung
Lokalisation der Verletzung (Körperstelle)
Tiefe der Wunde
Wundhygiene
Verzögerte Wundheilung
Wundinfektionen
Alter der betroffenen Person
Genetische Veranlagung (z. B. Keloidneigung)

octenisept® Spray und octenisept® Gel sind zuverlässige Helfer bei Verletzungen im Alltag, beim Sport oder im Haushalt.
Produziert der Körper nach einer Hautverletzung zu wenig Bindegewebe, entstehen eingesunkene Narben. Ein typisches Beispiel sind Aknenarben. Durch anhaltende Entzündungen werden tiefere Hautschichten zerstört, die nicht mehr ausreichend aufgefüllt werden können.
Hierbei kommt es zu einer übermäßigen Bindegewebsproduktion. An der Verletzungsstelle entstehen erhabene Narben in Form von Wülsten. Hypertrophe Narben treten häufig nach Verbrennungen und an stark gespannten Körperstellen wie Gesicht, Hals oder Brust auf.
Diese meist genetisch bedingte Narbenstörung ähnelt der hypertrophen Narbe, überschreitet jedoch die ursprünglichen Wundgrenzen. Keloide lassen sich nicht dauerhaft operativ entfernen, da sie häufig erneut nachwachsen.
Vor allem nach großflächigen Verletzungen oder Verbrennungen kann sich das Bindegewebe stark zusammenziehen und verhärten. Die Haut verliert dadurch an Elastizität und Beweglichkeit.
Krankhafte Narben gehen häufig mit Begleiterscheinungen einher, etwa Juckreiz, Schmerz- oder Druckempfindlichkeit, Spannungsgefühlen, Bewegungseinschränkungen, verminderter Belastbarkeit oder veränderten Sinneswahrnehmungen.
Von einer günstigen Narbenbildung spricht man, wenn am Ende des Heilungsprozesses lediglich eine flache, weiche und blasse Narbe zurückbleibt. Leider verläuft die Wundheilung nicht immer optimal. Beschwerden wie Juckreiz, Rötungen oder ungewöhnliche Verwachsungen können auftreten.
Darüber hinaus gibt es sogenannte krankhafte Narben, auch Narbenstörungen genannt.
| Narbenart | Beschreibung | Typische Merkmale / Ursachen |
|---|---|---|
| Günstige Narbenbildung | Am Ende des Heilungsprozesses bleibt eine unauffällige Narbe zurück. | Flach, weich, blass; meist ohne Beschwerden |
| Atrophe Narben | Entstehen durch eine unzureichende Bildung von Bindegewebe nach einer Hautverletzung. | Eingesunkenes Narbenbild; häufig nach Akne durch Zerstörung tiefer Hautschichten |
| Hypertrophe Narben | Folge einer übermäßigen Bindegewebsproduktion während der Wundheilung. | Erhabene, wulstige Narben; häufig nach Verbrennungen oder an stark gespannten Körperstellen (z. B. Gesicht, Hals, Brust) |
| Keloide | Genetisch bedingte Narbenstörung mit überschießendem Narbenwachstum über die Wundgrenzen hinaus. | Wucherndes Narbengewebe; wächst häufig nach operativer Entfernung erneut |
| Narbenkontrakturen | Starkes Zusammenziehen und Verhärten des Narbengewebes. | Verlust von Elastizität und Beweglichkeit; vor allem nach großflächigen Verletzungen oder Verbrennungen |
| Begleiterscheinungen krankhafter Narben | Zusätzliche Beschwerden, die unabhängig von der Narbenart auftreten können. | Juckreiz, Schmerz- oder Druckempfindlichkeit, Spannungsgefühle, Bewegungseinschränkungen, verminderte Belastbarkeit, veränderte Sinneswahrnehmungen |
Pflegen Sie Ihre Narbe mit einfachen Maßnahmen: Sanfte, kreisende Massagen rund um das Narbengewebe fördern die Elastizität der Haut und können Verhärtungen vorbeugen. Frische Narben sollten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, da das neue Gewebe noch kaum pigmentiert und besonders UV-empfindlich ist.
Die Anwendung von octenisept® protect & repair cream unterstützt die Wundheilung und Regeneration der Haut und kann so zu einem verbesserten Narbenbild beitragen.
Gerade in den ersten Tagen nach einer Verletzung ist eine sorgfältige Wundversorgung entscheidend. Ob Schnitt- oder Schürfwunden, Sonnenbrand, Tierbisse oder operative Eingriffe – eine gute Wundpflege fördert nicht nur die Heilung, sondern auch ein möglichst unauffälliges Narbenbild.
Reinigen und desinfizieren Sie die Wunde, idealerweise mit octenisept® Spray. Bei stark blutenden Wunden sollte ein Druckverband angelegt und umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Tragen Sie bei akuten Wunden oder leichten Verbrennungen zusätzlich octenisept® Gel auf. Ein feuchtes Wundmilieu unterstützt den natürlichen Wundverschluss.
Schützen Sie die Wunde je nach Größe mit einer sterilen Wundauflage, Mullbinde oder einem Pflaster.
Vermeiden Sie starke Bewegung oder Reibung an der verletzten Stelle. Verzichten Sie vor dem Wundverschluss auf fettreiche Salben.
Meiden Sie direkte UV-Strahlung.
Pflegen Sie die Haut nach dem Wundverschluss mit octenisept® protect & repair cream zur Unterstützung der Regeneration.
Bei Narbenstörungen wie atrophen oder hypertrophen Narben, Keloiden oder Narbenkontrakturen reichen Salben und Massagen meist nicht aus. In diesen Fällen kann eine dermatologische oder plastisch-chirurgische Beratung sinnvoll sein. Mögliche Therapieansätze sind:
Kortison zur Reduktion übermäßigen Narbenwachstums
Chirurgisches Abtragen (teilweise nach Vereisung)
Operative Entfernung von Narbengewebe
Lasertherapie
Strahlentherapie zur Hemmung der Zellneubildung
Kompressionstherapie
Microneedling (Hinweis: Die wissenschaftliche Evidenz ist bislang begrenzt)
Eine narbenfreie Wundheilung ist nur bei Neugeborenen in den ersten Lebenswochen möglich. Ziel jeder Narbenbehandlung ist daher eine möglichst unauffällige Narbe – glatter, blasser und flacher. Regelmäßige Narbenmassagen und geeignete Pflegeprodukte können dabei unterstützen.
octenisept® Spray und Gel sind für die Erstversorgung von Wunden gedacht. Eine gute Wundheilung wirkt sich positiv auf das spätere Narbenbild aus. octenisept® protect & repair cream unterstützt anschließend die Hautregeneration.
Eine gründliche Wundreinigung, feuchte Wundheilung, UV-Schutz und regelmäßige Massagen sind entscheidend. Ergänzend unterstützt octenisept® protect & repair cream die Hauterneuerung.
Die Narbenreifung erfolgt in mehreren Phasen und kann bis zu zwei Jahre dauern – von der geröteten, erhabenen Anfangsphase bis zur abgeflachten, blassen Narbe.
Hausmittel wie Öle oder Zitronensaft sind wissenschaftlich nicht ausreichend belegt und sollten mit Vorsicht angewendet werden.
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