Hände säubern: Seife oder Desinfektionsmittel – was hilft wann besser?

Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Über gemeinsam benutzte Gegenstände können diese leicht von Hand zu Hand und Mensch zu Mensch übertragen werden. Wir sagen Ihnen, wann Händewaschen ausreicht, und wann eine Desinfektion doch besser wäre, um sich zu schützen.

Hände säubern

Händewaschen vs. Händedesinfizieren – was hilft wann besser?

Das Händewaschen ist sicher die einfachste Methode, um seine Hände von Schmutz zu befreien. Wenn es jedoch darum geht, sich vor Keimen und Erregern zu schützen, z. B. nach dem Anfassen von Türklinken, Einkaufswagen, Haltegriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln, oder auch beim Verarbeiten von manchen Lebensmitteln (wie rohes Fleisch), so ist die Händedesinfektion die bessere Wahl. Deswegen sollte ein kleines Fläschchen Händedesinfektionmittel immer mit dabei sein.

Unterschied zwischen Händewaschen und Händedesinfektion?

Viele Menschen glauben, Händewaschen mit Seife und Händedesinfektion mit Desinfektionsmittel hätten dieselbe Wirkung. Das ist falsch. Zwar geht es in beiden Fällen um die Sauberkeit der Hände, doch der Grad der Reinigung ist sehr unterschiedlich.

Seife und Waschlotionen eignen sich lediglich dazu, Schmutz und Dreck zu entfernen. Wenn es allerdings um die Beseitigung von pathogenen Keimen bzw. diversen Krankheitserregern geht, braucht man ein Desinfektionsmittel.

Checkliste Händedesinfektion

  • Nur sicher mit dem richtigen Produkt!
  • Ist das Produkt alkoholbasiert und damit State-of-the-Art?
  • Entspricht es den Vorgaben der EN 1500 und ist damit tatsächlich für die „hygienische Händedesinfektion“ geeignet?
  • Ist es offiziell gelistet (z.B. ÖGHMP, AGES, WIDES)?
  • Enthält es pflegende Komponenten, die die Haut intakt halten?
  • Weist es eine geprüfte Einwirkzeit aus?
  • Kann es auch für Kinder sowie während Stillzeit und Schwangerschaft unbedenklich eingesetzt werden?
  • Ist es chlorfrei? Von Inhaltstoffen wie NaOCl und HOCl zur Händedesinfektion raten die Fachgesellschaften ÖGHMP und VAH aufgrund der rasch abnehmenden Wirksamkeit und möglicher Hautirritationen DRINGEND ab.*
    Diese Substanzen wirken oxidierend und tragen so zur Hautalterung bei.

*VAH (Hrsg.). Chlorbasierte Desinfektionsmittel: Anforderungen an die Zertifizierung durch den VAH. Stand 07.05.2020.

Wichtig

Prüfen Sie immer das Sicherheitsdatenblatt! Ein Händedesinfektionsmittel muss als Biozid (PA1 oder PT1) ausgewiesen sein.

Mythos Händedesinfektion

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Weitere Informationen

Warum sind Desinfektionsmittel so wirksam?

Händedeesinfektionsmittel sind immer alkoholhaltig und wirken so gegen ein breites Spektrum an Mikroorganismen, daher werden sie auch von der WHO empfohlen. Zudem kann es bei diesen alkoholhaltigen Desinfektionsmitteln nicht zu einer Resistenzbildung kommen.

Worauf ist bei Desinfektionsmitteln zu achten?

Verwenden Sie zur Händedesinfektion nur Lösungen, die explizit für die Hände vorgesehen sind. Achten Sie auf eine gute Hautverträglichkeit und die richtige Anwendung.

Wichtig

Lassen Sie das Desinfektionsmittel komplett abtrocknen, bevor Sie sich ins Gesicht oder in die Augen fassen. Auch die Behandlung von Wunden sollte nicht mit einem Händedesinfektionsmittel durchgeführt werden. Hier sollten Sie zu einem antiseptischen Wunddesinfektionsmittel wie octenisept® greifen.

Immer zur Hand
desmanol®pure bricht die Infektionsketten

Krankheitserreger werden meistens über keimbelastete Hände direkt – oder auch indirekt – über Oberflächen und Gegenstände übertragen. Mit einer effizienten Desinfektion der Hände können Sie Bakterien, Pilze und Viren rasch beseitigen.

desmanol pure

desmanol® pure

desmanol® pure ist das ideale Produkt zur Händedesinfektion, das übrigens auch im Gesundheitsbereich verwendet wird. Wirksam gegen Bakterien, Pilze und bestimmte Viren (inkl. HCV, HIV, Hepatitis B Virus, Influenza Virus, Noro-Virus und Corona-Virus) und pflegt die Haut zusätzlich dank innovativer Formel aus Dexpanthenol und Ethylhexylglycerin.

Dr. Christoph Klaus

Dr. Christoph Klaus verantwortet als gewerberechtlicher Geschäftsführer die Bereiche Marketing & Scientific Affairs bei Schülke & Mayr GmbH in Österreich. Als promovierter Genetiker mit dem Schwerpunkt Immunologie war er während und nach dem Studium bei der Fa. Baxter sowie an der Medizinischen Universität Wien (Transplantationschirurgie) beschäftigt. Seit 2011 befasst sich Dr. Klaus bei Schülke & Mayr mit wissenschaftlichen Themen aus dem Gebiet der Infektionskontrolle im internationalen Umfeld und damit seit fast zehn Jahren mit der Prävention von Infektionen in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten.

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