Die ersten Tage mit einem Neugeborenen sind aufregend, wunderschön und manchmal ein wenig verunsichernd. Gerade die Nabelschnur wirft viele Fragen auf: Wie lange bleibt sie? Muss ich etwas tun? Und was, wenn etwas komisch aussieht? In diesem Ratgeber erhalten Sie medizinisch fundierte Antworten auf alle Fragen zur Nabelpflege.
| Thema | Information |
| Abfallzeitpunkt | Meistens zwischen dem 5. und 15. Lebenstag |
| Pflegeempfehlung | Trockene Pflege, ggf. octenisept® Spray bei Bedarf und nach einer Minute Einwirkzeit mit einer sterilen Kompresse vorsichtig trocken tupfen |
| Nicht normal | Eiter, übler Geruch, starke Rötung, Fieber |
| Was tun bei Unsicherheit? | Hebamme oder Kinderarzt kontaktieren |
Nein, das Abklemmen der Nabelschnur ist tut dem Neugeborenen nicht weh. Es ist ein emotionales Erlebnis. Denn mit dem Abnabeln wird die direkte Verbindung zwischen Mutter und Kind getrennt. Für viele Eltern ist dies ein sehr besonderer Moment, der aber für Mutter und Kind völlig schmerzfrei abläuft.
Denn die Nabelschnur, die das Kind während der Schwangerschaft mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, enthält keine Nerven. Die Nabelschnur kann daher nach der Geburt ohne Schmerzen abgeklemmt und durchschnitten werden.
In der Regel fällt der Rest der Nabelschnur zwischen dem 5. und 15. Lebenstag von selbst ab. Bei einigen Babys dauert es etwas länger. Das ist meist nicht besorgniserregend, solange keine Anzeichen für eine Entzündung auftreten. Bei Frühgeborenen oder Babys mit bestimmten Vorerkrankungen (z. B. bei Diabetes der Mutter) kann es manchmal etwas länger dauern, bis der Nabelrest bzw. Nabelstumpf abfällt.
Der Abfall des Nabelstumpfes ist ein völlig natürlicher Prozess, der bei jedem Baby unterschiedlich verläuft. Trotzdem ist es wichtig, immer wieder einen prüfenden Blick darauf zu werfen.
Eine normale Nabelheilung erkennen Sie an:
Wenn es deutlich länger dauert, bis der letzte Rest der Nabelschnur abfällt, sollten Sie zur Sicherheit ärztlichen Rat einholen. Allerdings ist es bekannt, dass unterschiedliche Faktoren eine Heilung des Nabelbereichs verzögern können.
| Risikofaktor | Einfluss auf den Heilungsverlauf |
| Frühgeburt | Reife Hautbarriere fehlt |
| Diabetes mellitus der Mutter | Höheres Infektionsrisiko |
| Feuchtigkeit im Windelbereich | Verzögerte Austrocknung |
| Hausmittel oder falsche Produkte | Hautreizungen, Infektionen |
Der Nabelrest, der nach dem Abklemmen vorerst übrig bleibt, benötigt in der Regel keine besondere Pflege. Wichtig ist nur, dass dieser Bereich trocknen kann und nicht mit Urin oder Stuhl in Kontakt kommt.
Wickeln Sie Ihr Neugeborenes daher am besten so, dass die Windel unter dem Nabelstumpf bleibt und diesen nicht abdeckt.
Sollte der Nabelrest dennoch gesäubert werden müssen, achten Sie auf die eigene Handhygiene und verwenden Sie zur Reinigung nur abgekochtes (und danach auf Zimmertemperatur abgekühltes!) Wasser oder z.b. octenisept®.
In den ersten Tagen nach der Geburt ist vieles neu: Für das Baby und die Eltern. Diese Schritte sollen helfen, den Nabelrest richtig zu pflegen.
Nachdem der letzte Rest der Nabelschnur abgefallen ist, bleibt in der Regel nur eine kleine Wunde zurück. Diese kann:
All das ist in einem normalen Heilungsverlauf unbedenklich. Wichtig ist, dass die Umgebung nicht gerötet oder geschwollen ist und nicht unangenehm riecht.
Nein. Die Nabelschnur enthält keine Nerven. Der Abfall des Nabelrests ist für Ihr Baby in der Regel schmerzfrei. Reagiert Ihr Kind jedoch empfindlich auf Berührung im Nabelbereich, könnte eine Reizung oder Infektion vorliegen.
| Symptom | Mögliche Ursache | Was tun? |
| Rötung, Schwellung | Infektion (Omphalitis) | Sofort zum Kinderarzt oder zur Kinderärztin |
| Übler Geruch, Eiter | Bakterielle Besiedelung | Sofort zum Kinderarzt oder zur Kinderärztin |
| Nässende Stelle nach Abfall | Nabelgranulom | ärztlich behandeln lassen |
| Vorwölbung beim Schreien | Nabelbruch | Sofort zum Kinderarzt oder zur Kinderärztin |
Am besten sollten gar keine Hausmittel (z.B. Essig oder Öl) auf diese empfindliche Stelle aufgetragen werden.
Desinfizieren Sie diese Stelle vorsichtig mit octenisept®, lassen Sie Luft an den Bereich und konsultieren Sie zur Kontrolle Ihre Hebamme oder Ihren Kinderarzt oder-ärztin.
Muttermilch gilt als wahres Wundermittel – sie nährt das Baby und kann sogar bei kleinen Wehwehchen helfen. Beraten Sie sich dazu mit Ihrer Hebamme.
Manchmal darf es auch ein bisschen Unterstützung aus der modernen Medizin sein: Für diese Fälle empfehlen wir den octenisept® Spray – speziell entwickelt und in klinischen Studien für die empfindliche Babyhaut getestet.
Ja, geringe Mengen sind normal. Bei anhaltendem Ausfluss konsultieren Sie zur Kontrolle Ihre Hebamme oder Ihren Kinderarzt oder -ärztin.
Nur bei Verschmutzung sollten Sie den Nabel vorsichtig mit abgekochtem (und danach auf Zimmertemperatur abgekühlten!) Wasser reinigen.
Rötung, Bläschen, Juckreiz oder Nässen sind mögliche Anzeichen.
Nein, oft bildet er sich von selbst zurück. Nur bei sehr großen oder schmerzhaften Hernien ist ein Eingriff erforderlich. Eine Abklärung durch den Kinderarzt ist aber wichtig.
Nein, es sieht lästig aus, bereitet Ihrem Baby aber keine Schmerzen. In einigen Fällen muss es durch den Kinderarzt z.B. mit einer Silbernitratlösung behandelt werden.
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